Studie über Bildungswege in Deutschland
Der Bildungsweg von 60.000 Menschen wird nun in einer Langzeitstudie untersucht. Das nationale Bildungspanel soll der Bildungsforschung neue Erkenntnisse liefern und bei der Umsetzung von Bildungskonzepten helfen.
Bildungsweg erforschen
Anfang Februar 2009 eröffnete das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Langzeitstudie, in der Bildungswege von 60.000 Menschen untersucht werden sollen. Die Probanden kommen aus unterschiedlichen Altersgruppen und werden mehrere Jahre lang begleitet.
Was ist ein Panel?
Ein Panel ist eine langfristig angelegte Methode aus dem Bereich der Sozialforschung. Während viele Untersuchungen wie beispielsweise der PISA-Studie nur eine Momentaufnahme abbilden, ist ein Panel langfristig und dynamisch angelegt. Das Besondere an Panels ist, dass auch Veränderungen (z. B. Einstellungen, Bildungsgrad, Einkommen) bei einzelnen Probanden erfasst werden.
Was wird im nationalen Bildungspanel untersucht?
In erster Linie geht es bei der Erforschung von Bildungswegen darum, Kenntnisse und Fertigkeiten zu messen, die während einer Biografie entstehen. Dabei werden die 60.000 Teilnehmer über längere Zeiträume hinweg befragt und getestet.
Folgende Faktoren werden im nationalen Bildungspanel beispielsweise untersucht:
- Entwicklung von Schülern mit ähnlichen Startvoraussetzungen in unterschiedlichen Bildungseinrichtungen
- positive und negative Einflüsse auf die Entwicklung
- Einfluss der Familie auf die Entwicklung
- Umgang mit Risikofällen
Daten über den Bildungsweg
Das nationale Bildungspanel soll auch Daten liefern, die bei der Umsetzung von Strategien für das lebenslange Lernen helfen sollen. Somit dürfte die Untersuchung der Bildungswege von Schülern und Erwachsenen auch die Kultur der beruflichen Weiterbildung in Deutschland beeinflussen.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 3.2.2009
