Weiterbildung für Lehrer sollte auch auf dem Gebiet Internet-Kompetenz stattfinden. Schließlich besitzen viele Schüler durch ihren gewohnten Umgang mit dem PC ein umfangreicheres Internetwissen.
Internet-Kompetenz – Schüler und Lehrer
Während viele Schüler eine umfangreiche Webkompetenz besitzen, kann man das von ihren Lehrkräften nicht immer behaupten.
Schüler sind oftmals mit Computertechnologie aufgewachsen. Häufig findet der erste Kontakt schon im Kindesalter statt. Da werden Speicherchips mit Spielständen für die Videokonsole verwaltet oder Festplatten mit ordentlich archivierten Musikdateien gefällt.
Viele Schüler bewegen sich erfahren in Social Communities, Foren und dem restlichen Web. Sie kennen sich aus, wenn es um Virenschutz, E-Mails oder die Recherche mit Suchmaschinen geht.
Manche Lehrer hingegen wurden oftmals in Zeiten sozialisiert, in denen leistungsfähige Computer vorwiegend für größere Unternehmen und Verwaltungseinrichtungen interessant waren. Zukünftige Internetsurfer mussten sich da zum Teil noch mit Videotext begnügen – oder einer Babyrassel.
Lehrerfortbildung in Sachen digitale Kompetenz
Die Fernakademie-Klett meldete am 11. Mai 2009, dass sie einen Fernlehrgang anbietet, der Lehrkräften Know-how im Umgang mit Computer und dem Internet vermittelt. Dabei würde die Fortbildung beispielsweise zeigen, wie Power Point und Excel zur Gestaltung von Unterrichtsmaterialien verwendet wird oder das Internet sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden kann.
Der zweimonatige Fernkurs ist laut Klett in mehreren Bundesländern als Lehrerfortbildung anerkannt.
Ob nun Lehrer in zwei Monaten die PC- und Internet-Kompetenz in aller Tiefe nachholen können, die sich einige Schüler über jahrelange Erfahrung angeeignet haben, bleibt zu bezweifeln. Entmutigen lassen sollte man sich als Lehrkraft trotzdem nicht.
Irgendwo muss man schließlich ansetzen, und mit einer pädagogisch durchdachten Lehrerfortbildung ist sicherlich auch in Sachen nützliches Internetwissen schneller Boden gut zu machen, als mit vielen Dingen, mit denen sich manche Schüler die digitale Zeit vertreiben.