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Kommunikationsweiterbildung in der Spedition

Erfahrungsbericht eines Speditionsmitarbeiters, der im Rahmen eines Inhouse – Trainings an einer Kommunikationsweiterbildung teilnahm.
Erfahrungsbericht von Michael Drothen

Weiterbildung Spedition

In der vergangenen Woche fand in unserer Spedition ein zweitägiges Training als Inhouse – Weiterbildung statt. Vor der Veranstaltung wurden wir in zwei Gruppen zu je acht Personen eingeteilt. Der Trainer hatte zur Vorbereitung ein Schreiben geschickt: Wir wurden gebeten zu beschreiben, was wir unter Kommunikation verstehen und zu jedem Buchstaben im Wort „Kommunikation“ ein Stichwort zu diesem Begriff zu finden. Dadurch sollte der Erfolg des Trainings gesteigert werden.

Mit einem Kollegen bearbeitete ich die Aufgabe, schnell hatten wir eine 19-seitige Schrift erstellt. Natürlich nahmen wir das Internet zu Hilfe, der Begriff Kommunikation wird da recht ordentlich erklärt. Unsere Stichworte waren: konsequente Kundenorientierung, öffentliche Distanz, Multidimensionalität von Kommunikation, mittelalterliche Stadtbefestigung, Umarmung, nonverbale Kommunikation, indirekte Kommunikation, Körpersprache, Augenkontakt, intime Distanz, Organisationsmodelle, negative Kommunikation.

Zur Auflockerung wurde mit einem ungewöhnlichen Beispiel gearbeitet: In einer mittelalterlichen Stadtbefestigung wird ein Gang entlang einer Stadtmauer, der einzelne Stadttore miteinander verbindet, als Kommunikation bezeichnet. Der Trainer wusste diesen Scherz zu nutzen, um in entspannter Atmosphäre das Interesse der Teilnehmer und somit den Erfolg des Trainings zu steigen. Er teilte uns voller Freude mit, dass durch unsere Vorbereitung bereits ein Großteil des Seminars abgedeckt war.

Ziel: Kundenorientierung

Besonders wurde natürlich der Begriff der konsequenten Kundenorientierung behandelt. In einer Spedition kommt man häufig mit Kunden in Berührung, und diesen liegt ein guter Service meist sehr stark am Herzen, da nicht selten Einiges von der pünktlichen und ordnungsgemäßen Erfüllung des Auftrags abhängt. Bei Geschäftskunden kann eine Lieferverzögerung ganze Projekte lahmlegen und für Privatkunden könnte sich beispielsweise ein Umzug in einen Albtraum verwandeln. Da will man als Kunde ernst genommen werden.
Was nützt es einem Unternehmen, das sein Geld durch eine Vielzahl von Kunden verdient, wenn der Kunde in Vergessenheit gerät. Als Beispiel wurde hier ein Rollenspiel durchgeführt: Zwei Damen spielten Verkäuferinnen in einem Modeladen. Sie hatten den Auftrag, sich angeregt über das Thema „mein Problem mit der Pubertät unserer heranwachsenden Töchter“ zu unterhalten. Ein Teilnehmer des Trainings sollte versuchen, eine Verkäuferin dazu zu bewegen, ihn beim Kauf eines Anzugs zu beraten. Das Spiel machte deutlich, dass Kundenorientierung oft vergessen wird, zusammenfassend wurde scherzhaft festgestellt: „Was würde die Arbeit doch für Freude machen, wenn wir keine Kunden hätten“.

Ein weiteres Thema des Trainings war der Begriff Augenkontakt. Hier wurden zwei Rollenspiele durchgeführt. Zum einen wurde einem Teilnehmer, einem „Firmenvertreter“, eine nicht entspiegelte Sonnenbrille aufgesetzt. Ein weiterer Teilnehmer sollte als „Kunde“ mit dem Firmenvertreter verhandeln. Nach kurzer Zeit stellte der „Kunde“ seine Verhandlung ein, er meinte, ohne Augenkontakt misstraue er seinem Gegenüber. Das zweite Rollenspiel war dem ersten ähnlich, nur sollte hier der „Firmenvertreter“ den direkten Augenkontakt mit dem „Kunden“ vermeiden. Der Ausgang war hier noch krasser als bei dem ersten Spiel, der „Kunde“ behauptete, das Gefühl zu haben, sein Gegenüber sei desinteressiert, ja sogar gleichgültig. Sicher eine schlechte Basis, um einen Kunden zu gewinnen.

Kommunikation und Körpersprache

Weitere Themen waren Körpersprache und nonverbale Kommunikation. Uns wurde deutlich, dass neben dem gesprochenen Wort noch mehr kommunikative Elemente mitwirken. Zusammenfassend stelle ich fest, dass mir das Training viel Freude gemacht hat und sicherlich habe ich einiges dazugelernt, um meine Kommunikation und somit meine Effektivität für unsere Spedition zu verbessern. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Fortbildungsmaßnahmen. Neben der interessanten Abwechslung im oft zur Routine gewordenen Berufsalltag erhält man die Möglichkeit, sich auf interessante und kurzweilige Weise fortzubilden.

Wir bedanken uns bei Michael Drothen.


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