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Fernkurs Javascript

Erfahrungsbericht aus einem Kurs für die Web-Programmiersprache Javascript. Die Bildungsmaßnahme wurde vom Arbeitsamt bezahlt und als digital vernetzter Fernunterricht abgehalten.

Ausgangslage

Ich bin 46 Jahre alt und nach den unterschiedlichsten Tätigkeiten seit einem Jahr arbeitslos. Die Berufserfahrung wurde angestellt wie selbstständig gesammelt und manchmal hatte ich gar kein Erwerbseinkommen vorzuweisen.
Zwar habe ich Jura studiert und mit zwei ganz ordentlichen Staatsexamina abgeschlossen, aber diese Ausbildung liegt schon längere Zeit zurück. Ich war seitdem immer in Bereichen tätig gewesen, die mit Jura nichts oder nur sehr wenig zu tun hatten. Auf dem Gebiet der Berufe mit rechtlichem Bezug habe ich deshalb sehr wenige Chancen, weil mir einfach die Erfahrung fehlt.

Seit 10 Jahren allerdings interessiere ich mich für Internetprogrammierungen, habe ein paar Projekte ins Internet gestellt, die auch kleine Erfolge aufweisen. Deshalb fragte ich bei bei meinem Arbeitsvermittler nach, ob mir eine Weiterbildung in Programmiersprachen finanziert werden könnte, um neue Perspektiven zu eröffnen und meine bereits vorhandenen Kenntnisse zu zertifizieren. Um dies zu erreichen, bedurfte es eines sehr hohen Begründungsaufwands. Letztlich führten die vielen von mir aufgeführten Argumente jedoch zum Erfolg und ich bekam den gewünschten Bildungsgutschein.

Javascript als Fernkurs

javascript Codebeispiel

Die Weiterbildung dauerte sechs Wochen in Vollzeit. Es handelte sich um drei verschiedene Kurse, die verschiedene Aspekte der Programmiersprache Javascript zum Gegenstand hatten.
Der Unterricht fand in einem virtuellen Unterrichtsraum am Computer statt. Die Teilnehmer saßen verstreut über das ganze Bundesgebiet in einem auf dem Bildschirm simulierten Unterrichtsraum. Ein Kursleiter gab für drei Stunden am Tag Unterricht. Entweder stellte er selbst eine Thematik vor oder es wurden Fragen von Kursteilnehmern besprochen.
In den übrigen fünf Stunden des Tages mussten sich die Kursteilnehmer selbstständig die Themen erarbeiten; dafür wurden Bücher, CDs und Online-Kurse zur Verfügung gestellt. Jeder Kursteilnehmer sollte pro zweiwöchigen Kurs selbstständig – begleitend zu der Aneignung der Lerninhalte – ein Projekt entwickeln, das er zum Abschluss vorstellte. Die Abschlussnote setzte sich im Wesentlichen aus der Bewertung dieses Projekts und dem allgemeinen Eindruck des Kursleiters von den Fähigkeiten des Kursteilnehmers zusammen, den er sich durch die mündliche Teilnahme im Unterricht verschafft hatte. Für jeden Kurs gab es ein Zertifikat, das die Endnote enthielt und aus dem die Lerninhalte hervorgingen.

Zu den Inhalten der Weiterbildung muss ich sagen, dass diese sehr umfangreich waren. Ich hatte bereits auf dem Gebiet der Programmiersprache Vorwissen, sodass mir alles relativ leicht fiel. Einige Kursteilnehmer, die mit der Thematik zum ersten Mal in Kontakt kamen, hatten dagegen deutliche Schwierigkeiten. Negativ muss auf jeden Fall bemerkt werden, dass die Ausgangspositionen der Kursteilnehmer außerordentlich unterschiedlich waren. Dieser Fakt hat den Unterrichtsablauf teilweise sehr erschwert.

Was hat der Javascript-Kurs gebracht?

Auf jeden Fall mehr Selbstvertrauen, welches ich für meine Bewerbungen gut gebrauchen kann. Jedes Zertifikat, gerade mit einer sehr guten Note, macht zunächst einmal Eindruck in einer Bewerbung. Ob Weiterbildungszertifikate generell die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen, kann ich aber nur schwer beurteilen, denn ich habe die Maßnahme erst vor Kurzem beendet und gerade die ersten Bewerbungen als Programmierer abgeschickt. Auch weiß ich nicht, wie die Arbeitgeber die Zertifikate dieses Instituts generell einschätzen. Inhaltlich habe ich jedoch sehr viel mitgenommen und würde eine ähnliche Weiterbildung gern noch einmal machen.

Verfasser:
Waldemar Schmidt
(Name von Redaktion geändert)




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