Die fachgebundene Hochschulreife

Die fachgebundene Hochschulreife berechtigt zum Studium bestimmter Fächer an einer Universität. Wer eine Berufsausbildung abgeschlossen hat und über einen mittleren Bildungsabschluss verfügt, kann sein Fachabitur auf einer Berufsoberschule oder einer anderen Lehrinstitution nachholen.

Fachgebundene Hochschulreife

Im Gegensatz zur allgemeinen Hochschulreife berechtigt die fachgebundene Hochschulreife nur zum Studium bestimmter Studiengänge. Während man für das allgemeine Abitur zwei Fremdsprachen benötigt, reicht für die fachgebundene Hochschulreife eine.
Allerdings besteht die Möglichkeit, die Prüfung in der zweiten Fremdsprache nachzuholen – teilweise noch während des Studiums.

Die fachgebundene Hochschulreife kann an Berufsoberschulen, an Berufsfachschulen oder anderen Bildungseinrichtungen erworben werden. Das Wissen für die Prüfungen wird auch über Fernunterricht vermittelt.

Fachabitur über Fernunterricht

Die fachgebundene Hochschulreife per Fernunterricht zu erwerben hat den Vorteil, dass man nicht unbedingt zurück auf die Schulbank muss. So besteht die Möglichkeit, sein Erwerbseinkommen aufrecht zu erhalten und nebenbei eine berufsbegleitende Weiterbildung abzuschließen, die zu einem Studium an einer Universität berechtigt. Berufstätige, die nach der fachgebundenen Hochschulreife studieren möchten, erhalten bei guten Leistungen auch die Chance auf eine Begabtenförderung.

Die Berufsoberschule (Bos)

Wer seine fachgebundene Hochschulreife beispielsweise an einer Berufsoberschule abschließen will, sollte sich unbedingt nach staatlichen Förderungen erkundigen. Möglicherweise hat man als Schüler Anspruch auf eine Unterstützung.

Es gibt staatliche und private Berufsoberschulen. Man unterscheidet vier Zweige.

Zweig Beispielberuf möglicher Studiengang
Technik Mechatroniker/-in Informatik
Wirtschaft Bankkaufmann/ -frau Betriebswirtschaft
Sozialwesen Krankenpfleger/ -in Medizin
Agrarwirtschaft Florist Agrarwissenschaft



Prinzipiell sollte man den Zweig besuchen, in dem man sich in Zukunft beruflich weiterentwickeln möchte und optimalerweise auch seine Berufsausbildung abgeschlossen hat. Denn auch ohne ein unmittelbar darauf folgendes Studium bedeutet die fachgebundene Hochschulreife ein mehr an Qualifikation, die sich auch im Job auszahlen könnte.

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