Bin ich Manager?
Führungskräfte verfügen neben ihren Hardskills oftmals über besondere Charaktereigenschaften. Diese kann man trainieren, wenn man nur wüsste, um welche genau es sich handelt. Vermutlich hat die Akademie für Führungskräfte auch aus diesem Grund über 500 Führungskräfte befragt.
Manager werden
Hohes Ansehen im Betrieb und ein weit über dem Durchschnitt liegendes Einkommen. Führungskraft sein hat viele Vorteile. Deshalb (und aus anderen Gründen) wirkt dieser Weg auf sehr viele Aspiranten recht verlockend.
Dabei entsteht natürlich die Frage, über welche Charaktereigenschaften und Einstellungen Führungskräfte verfügen. Schließlich hat die Erfahrung gezeigt, dass durch eine formelle Qualifikation wie ein Studium niemand automatisch zum Manager wird.
Umfrage unter Führungskräfte
Was haben Führungspersönlichkeiten, was andere nicht haben? Dieser Frage versuchte eine Umfrage der Akademie für Führungskräfte nachzugehen. Ergebnisse wurden u.a. im September 2009 in einer Pressemeldung bekanntgegeben.
So stellte die Akademie für Führungskräfte fest, dass so gut wie allen Managern und Managerinnen ihre dispositive Arbeit Spaß bereitet. Darunter fällt an erster Stelle das Leiten von Mitarbeitern. Kein Wunder, dass Gespräche mit Mitarbeiter der Umfrage zufolge mehr Zeit beanspruchen, als andere Aktivitäten wie die Planung oder der Vertrieb.
Aus der Umfrage geht ebenfalls hervor, dass sich eine Mehrheit der Führungskräfte privat nicht anders als im Job verhält. Ebenso wurde angegeben, dass nicht nur Berufserfahrung und spezielles Training, sondern auch das Privatleben auf die Rolle als Führungskraft vorbereiten kann.
Im Vergleich zu diesen Trainingsfeldern wurden dem Wissen aus dem Studium eher weniger Bedeutung beigemessen, zumindest wenn es um konkretes Know-how für den Führungsjob geht.
Managertraining im Beruf und im Privatleben
Anscheinend stufen Führungskräfte vor allem die praktische und oftmals zwischenmenschliche Erfahrung hoch ein. Diese kann man sich eben nicht nur einfach so als Theorie einverleiben. Gezieltes Manager-Training, der berufliche Alltag wie auch private Situationen bereiten anscheinend besser darauf vor, Mitarbeiter zu leiten, als die trockende Theorie aus Lehrbücher.
Dass gerade den Führungserfahrungen im Privatleben ein hohe Bedeutung beigemessen wird, überrascht nicht. Man wird nicht von heute auf morgen dazu befähigt, Mitarbeiter zu leiten. Die dafür notwendigen Softskills dürften in vielen Fällen in einem langfristigen Prozess erworben werden.
Die Jugenderlebnisse als Abwehrchef oder gar Kapitän im Fußballverein können ebenso dazu beitragen wie ein vertrauter Freundeskreis, in dem man seine Persönlichkeit entwickeln und auch mal Verantwortung übernehmen kann. Letzteres kann von der Organisation des Sommerurlaubs über die Verwirklichung einer gemeinsamen Wohltätigkeitsaktion bis zur Veranstaltung einer Privatparty reichen. Hauptsache es wird geleitet, geplant und erfolgreich umgesetzt.
