Arbeitszufriedenheit Fach- und Führungskräfte

Einer Umfrage zufolge hat die Arbeitszufriedenheit von Fach- und Führungskräften im Jahr 2009 stark abgenommen. Dies liegt vor allem an der zunehmenden Belastung.

Stress und Belastung

Ziel einer guten beruflichen Ausbildung ist meist die Qualifikation für eine verantwortungsvolle Aufgabe. Eine angesehene und ordentlich bezahlte Stelle wird normalerweise als Voraussetzung betrachtet, ein zufriedenstellendes Leben führen zu können. Grund zum Klagen besteht aber in vielen Fällen trotzdem. Oft sind es die hohe Belastung und der Stress, die Arbeitnehmern wie Selbstständigen zusetzen.

Umfrage Arbeitszufriedenheit

Die Arbeitszufriedenheit vieler Fach- und Führungskräfte hat nach einer Umfrage der FOM-Hochschule für Ökonomie & Management im Jahr 2009 deutlich abgenommen. Wie die FOM im Februar 2010 mitteilte, wären nur noch 46 Prozent der befragten Selbstständigen, Managern und Fachangestellten mit ihrem Job zufrieden. Im Vorjahr sind es noch ungefähr 77 Prozent gewesen.
In der Umfrage 2010 gaben ungefähr 20% der Teilnehmer an, unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden zu sein. Das könnte zum Teil auch daran liegen, dass sich beinahe die Hälfte der Befragten zeitlich unter Druck gesetzt fühlt.

Weitere Umfrageergebnisse

Die Umfrage zeigte auch, dass viele Arbeitnehmer nicht ihren gesamten Urlaub nehmen. Von den durchschnittlich 28,4 vertraglich vereinbarten Urlaubstagen würden laut FOM nur 25,9 beansprucht.
Bemerkenswert ist das starke Interesse an einer Arbeit im eigenen Homeoffice. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer interessieren sich für ein solches Arbeitsmodell. Teilzeit scheint hingegen für nicht einmal ein Viertel der Befragten sonderlich attraktiv zu sein.

Wie geht es in Zukunft weiter?

Die ungünstige Entwicklung der Arbeitszufriedenheit dürfte viel mit unserem Krisenzeitalter zu tun haben. Die Finanz- und Wachstumsprobleme sorgten für eine besorgniserregende wirtschaftliche Entwicklung, in Deutschland wie auch in anderen Industriestaaten.
Trotz der dramatischen Wachstumsprobleme ist ein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Experten warnen unentwegt von einem drohenden Fachkräftemangel in vielen Bereichen.

Im Falle eines Mangels muss stärker um Arbeitskräfte gekämpft werden. Dies geschieht auf Ebene des Gehalts, aber auch bei anderen Bedingungen, die mehr Zufriedenheit auslösen können.

Ob und wann der Arbeitskräftemangel so umfangreich sein wird, dass sich die Arbeitsbedingungen für Angestellte deshalb spürbar verbessern, ist nur schwer einzuschätzen. Und ob sich dadurch auch der Stress für Selbstständige verringert, die zum Teil selbst Arbeitskräfte als Unterstützung benötigen, ist eher fragwürdig. Für freie Mitarbeiter hingegen, die nicht wie Angestellte einen Gehaltszettel erhalten, sondern Rechnungen stellen, könnte der vermutlich nahende Arbeitskräftemangel allerdings ebenso vorteilhaft sein wie für fest angestellte Fach- und Führungskräfte.
Wie sehr sich die zukünftige Situation auf die Arbeitszufriedenheit für Fach- und Führungskräfte, Arbeitnehmer und Selbstständige tatsächlich auswirkt, müssen dann aber erst neue Untersuchungen zeigen.

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