Dass Arbeitslosigkeit unter Akademikern seltener vorkommt, ist sicherlich keine Neuigkeit. Hier einige Zahlen zur aktuellen Entwicklung.
Aktuelle Zahlen aus dem Bildungsministerium
Das Bundesbildungsministerium meldete Anfang April 2009, dass die Arbeitslosenquote unter Akademikern 1% und die Erwerbstätigenquote rund 90% beträgt. Dies ergab eine Absolventenbefragung.
Arbeitslosigkeit, so das Bildungsministerium, treffe meistens direkt nach dem Studium oder einer weiteren Ausbildungsphase ein. Fünf Prozent der Fachhochschulabsolventen und zehn Prozent der Universitätsabsolventen hätten einen befristeten Arbeitsvertrag. Nur jeder Zehnte wäre inadäquat beschäftigt.
Zusammenhang: Bildung und Erfolg
Die Zahlen sprechen im Grunde für sich. Durch eine überdurchschnittliche Bildung kann nicht nur Arbeitslosigkeit vermieden werden. Auch die Beschäftigungsverhältnisse scheinen in sehr vielen Fällen nicht unattraktiv zu sein – zumindest was eine mögliche Befristung oder das Ausüben unqualifizierter Tätigkeiten betrifft.
Besonders auffällig ist die niedrige Arbeitslosenquote unter Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen. Auch andere Untersuchungen kamen zu ähnlichen Ergebnissen.
Als Ursachen hierfür könnte man natürlich in erster Linie eine überdurchschnittliche Nachfrage nach qualifiziertem Personal sehen. Auch die Überlegung, dass Akademiker es finanziell weniger häufig nötig haben dürften, sich arbeitslos zu melden, könnte eine Rolle spielen.